Anders woanders

10 Monate, die mir bis heute in Erinnerung bleiben – die mich veränderten, mich prägten, mich inspirierten und einen Lebenstraum erfüllten. Ich habe Tag für Tag, Woche für Woche ein Tagebuch über mein Leben als „irre Irin“ geschrieben und möchte nun mein Werk a la „Ich bin dann mal weg“ auch für Euch zugänglich machen.

In der Hoffnung, ein wenig Inspiration, Wissen und Spass zu verbreiten soll das Ganze nicht nur in – irgendwie – therapeutischer Form mein ‚Fernweh‘ lindern sondern auch meine Freude über das ‚wieder da sein‘ in der Heimat verdeutlichen.

‚Fernweh‘ könnte mein zweiter Vorname sein. Nein, ‚Fernweh‘ ist mein zweiter Name – spräche man das Wort mit starkem irisch-englischen Akzent aus, könnte man es fast in die Kategorie „hässlichster Babyvorname des Jahres“ eingliedern. Egal. Jedenfalls begann alles mit diesem Wort. Als ich 12 oder 13 Jahre alt war sah ich es zum ersten Mal: „Mein Auslandstagebuch“ oder „Die Auswanderer“ – wohl einige der wenigen Sendungen im Fernsehen, die nicht die Probleme von schwangeren 12-jährigen Mädchen behandeln oder die Schufa-Einträge von Hartz4-Empfängern. Nein, gezeigt wurden echte Menschen, die einen wahnsinnig mutigen Schritt im Leben wagten – ins Ausland zu gehen. Keine 490 € ‚all-inclusive‘ Pauschalreise nach Mallorca. Diese Menschen auf dem Bildschirm gingen zumeist allein ganze neue Wege um ganz neue Erfahrungen für ihr Leben zu sammeln. Sie gingen dorthin wo Menschen anders ausahen, anders lebten, andere Ansichten hatten, andere Sitten und Bräuche lebten, anders dachten, sich anders kleideten, eine andere Hautfarbe hatten oder eine andere Sprache sprachen. DAS wollte ich auch.

Bewusst darüber, dass ich durch Schule, Ausbildung und wieder Schule in den nächsten Jahren von meinem Traum nur träumen konnte, verfolgte ich viele andere Dinge – doch mit dem Entschluss im Hinterkopf, dass ich ihn irgendwann zur Realität machen würde. Dann hatte ich plötzlich Schul- und Ausbildungsabschluss in der Tasche und ein Angebot auf eine feste Vollzeitstelle. Ich lehnte ab ohne mit der Wimper zu zucken. Es blieb keine Zeit zu verlieren – ab ins Ausland meinen Traum verwirklichen. Ziemlich schnell musste ich mich von Plänen wie „Work and Travel“ oder Freiwilligenarbeiten in Indien oder Afrika verabschieden. Leider muss man zahlen um heutzutage anderen Menschen helfen zu wollen. Eine andere Möglichkeit eröffnete sich mir und ich entschloss mich dazu als Au Pair in einer Gastfamilie zu wohnen und zu arbeiten. Irland sollte es sein und Irland wurde es.

Reisetagebuch, Inspiration, Erinnerung

In meinem Tagebuch schreibe ich von ganz persönlichen Erlebnissen, den kulturellen Unterschieden und neuen Erfahrungen, von großartigen Menschen und dem wunderschönsten (irischen) Akzent auf der Welt, vom anders sein woanders – erzählt auf lockere und lustige Art und Weise. Ich erzähle von einer kompletten Wendung, wie ich seitdem unter der leider noch nicht offiziell anerkannten Krankheit ‚Fernweh‘ leide und zum absoluten Weltenbummler geworden bin, die nun bereits vor ihrem 3. Au Pair-Abenteuer steht. Mein Tagebuch habe ich bisher mit nur wenigen Menschen geteilt, doch möchte ich mehr junge Menschen dazu ermutigen den Schritt ins Ausland zu wagen, Kultur mitzunehmen und vorallen Dingen Inspiration für das weitere Leben.

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