Über mein Praktikum „Mami im Fachbereich Leben“

In einem weit entfernten Königreich lebten drei kleine Kinder – Albert Einstein, Mary Poppins und Der kleine Prinz. Herr Einstein, ein agiler Junge von 5 Jahren, verstand sich nicht nur äußerst gut im Bau von gigantischen Legostädten, sondern hatte auch das Talent seine Eisenbahngleise so zu verlegen, dass meine Füße mehreren Krankenhausbesuchen nur knapp entgingen. Er war ein wirklich schlauer junger Mann. Zugegeben, vor meinem Au Pair Aufenthalt dachte ich tatsächlich, dass meine grauen Zellen wohl nicht ganz so stark gefördert werden würden – schließlich verbrachte ich einen Großteil meiner Zeit mit Kindern unter 5 Jahren. Albert Einstein belehrte mich definitiv eines Besseren. Eine Frage wie „Wo lagert die Zahnfee eigentlich die ganzen Kinderzähne ein?“ endete in einer Diskussion über umweltbewusste Mülltrennung. Schließlich verwesen Zähne ja nicht, so Einstein, deshalb könnte es ja sein, dass der Planet irgendwann aus Milchzähnen besteht und nicht aus Atommüll. Im Ernst, an dieser Stelle möchte ich dem Erfinder von Wikipedia meinen außerordentlichen Dank aussprechen. Wieso ich diesen wunderbaren jungen Mann im weiteren Verlauf Albert Einstein nenne, dürfte somit geklärt sein.

Mary Poppins war die wunderhübsche, kleine Prinzessin von 3 Jahren, die ich nach dem gleichnamigen Film von 1964 benannt habe, den wir ungefähr 1450 Mal zusammen anschauten. Miss Poppins Begabungen waren doch eher femininer Natur – von der täglichen Auswahl des richtigen Ballkleides (ob es nun das gelbe Gewandt aus „Die Schöne und das Biest“ wurde oder das blaue Kleid von „Cinderella“ hing wohl hauptsächlich von der Stimmung ab) bis hin zur täglichen Tanz- und Singeinlage. Ihr gesamtes Leben basierte zu diesem Zeitpunkt auf einer Mischung aus Walt Disney und Feenstaub (welcher sich übrigens auch mit dem Staubsauger extrem schlecht von einem neuen Sofa entfernen lässt). Wenn nicht ihre imaginären Freunde als die „Bösen“ im Spiel hinhalten mussten, durfte ich gerne einspringen und den „verzauberten Drachen“ oder das „Biest“ spielen. Angemalt mit (zumeist) wasserlöslichen Fingerfarben sprang ich also wild durch das Haus und brauchte mir selbstverständlich keine Sorgen über die – in meiner Hinsicht – ungerechte Rollenverteilung machen. Mary Poppins klärte mich nämlich darüber auf, dass auch wenn ich einen bösen, gemeinen und obendrein hässlichen Charakter spiele, sich dieser in ihrem Spiel zum Schluss IMMER in einen wunderschönen und netten Prinzen verwandelt. Wie gerne hätte ich einmal eine Frauenrolle übernommen – leider passte das nicht zu mir, so Mary Poppins. Schade.

Junggeselle Nummer drei, welchen ich einfach nur den kleinen Prinz nenne, war gerade einmal ein Jahr alt geworden. Eine seiner Leidenschaften war das ungezwungene Lächeln, gepaart mit einem heftigen Kicheranfall, falls begründet. Seine Hobbys waren hauptsächlich das Ausräumen der Plastikdosen aus den unteren Küchenschränken und das eintönige, dennoch irgendwie rhythmische Schlagen eines Kochlöffels gegen die Spülmaschine. Weiterhin liebte er es, der Waschmaschine bei der Arbeit zuzuschauen – es drehte und drehte und drehte sich. Der kleine Prinz, mit seinem charmanten Lächeln und seinen charismatischen blauen Augen liebt des Weiteren lange Spaziergänge am Strand, um diesen Absatz so kontaktanzeigenmäßig abzuschließen, wie ich ihn auch begonnen habe.

Leben teilen, Neues lernen

Da waren nun drei kleine Kinder um die ich mich täglich kümmerte und mit denen ich Freud und Leid teilte, viele Umarmungen und Küsse, aber auch schlaflose Nächte. Das Haus meiner Gastfamilie war recht klein und deshalb war es unmöglich, einfach dem Familienleben zu entfliehen. Selbstverständlich – was ich sehr positiv anrechne – wollten mich die Kinder nicht nur während meiner Arbeitszeit ganz für sich haben. Ich denke, dass das irgendwie für mich spricht, oder? Speziell der kleine Prinz krabbelte morgens an mein Bett und starrte mich so lange an, bis ich mich im Schlaf beobachtet fühlte. Falls das nicht klappte, hatte er schnell Plan B parat und zog an meinen Haaren oder klopfte gegen das Nachtschränkchen. Schließlich bekam er ohne mich kein Frühstück. Obwohl er in den wenigsten Fällen seinen Mund traf, wollte der kleine Prinz am liebsten alles selbst machen – essen und trinken, auch Skateboard fahren und mein Handy in die Badewanne werfen.

Mary Poppins, Albert Einstein, der kleine Prinz und ich verbrachten viele wundervolle Stunden auf dem Spielplatz, in der Eisdiele, im Aquarium, am Strand, im Park, im Garten, in der Badewanne und im Spielzimmer. Natürlich war es nicht immer leicht mit drei kleinen Kindern, doch habe ich wirklich viel gelernt und hatte viel Spass.

Im Nachhinein sehe ich das Ganze schon fast gar nicht mehr als Au Pair Aufenthalt – schließlich ist das ganze keine Arbeitsstelle in dem Sinne – sondern würde es als Praktikum „Mami im Fachbereich Leben“ bezeichnen. Nicht nur sprachlich habe ich viel gelernt, sondern auch persönlich.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. (Mary Poppins hätte für heute kein anderes Ende akzeptiert.)

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Vom „Deutsch sein“ im Land der „Marshmallow-Reiskeks-Toffee-Schokoladen-Biscuits“

Ist das normal? Diese Frage stellte ich mir in den ersten Wochen meines Irland-Abenteuers nicht nur einmal. Ob es nun die Tatsache war, dass ich bei meinen ersten Expeditionen durch das hübsche Küstenstädtchen Greystones oder in anderen Orten in Irland öfter von Fremden angesprochen wurde, als in meinem ganzen bisherigen Leben in Deutschland?

Kurz einzuwerfen ist die Tatsache, dass ich in einem kleinen Dorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf aufgewachsen bin, in dem es ungefähr folgendermaßen abläuft, wenn ich – als junge Frau – aus der Haustür trete: Menschen – vornehmlich ältere Herrschaften – drehen sich von allen Seiten um oder starren zielgerichtet aus dem Fenster, unterhalten sich aufgeregt und laut darüber, wer denn diese junge Frau sein könnte, die da gerade durch die Straßen schreitet. Ich komme näher und näher – ihre Köpfe fangen an zu qualmen, denn sie haben mich immer noch keiner Sippe zuordnen können. Es wird wild über „Dorfnamen“ spekuliert und diskutiert. Nur noch zwei Meter. Ich grüße freundlich (und nein – nicht weil ich auf den Zwanziger anstatt des Fünfers im Briefumschlag zu meiner Konfirmation hoffe – ich bin längst konfirmiert) und bekomme selbstverständlich auch ein nettes „Hallo“ zurück. Ich gehe weiter. Ich spüre, wie die Blicke mich immer noch von hinten durchlöchern. Und schlussendlich höre ich noch in der Ferne „Die von Schulze’s“. Abgesehen davon dass ich diese Tradition mit den Dorfnamen nie verstanden habe – wer hätte gedacht, dass ich auch einen richtigen Namen habe. (Wenn ihr mich das nächste Mal durch das schöne Halsdorf wandern seht, werdet ihr nicht mehr so lange überlegen müssen: Einen Lebenslauf mit Passfoto und meinem richtigen Namen, erhaltet ihr bei Blickkontakt der länger als eine Minute währt).

Diese kleine Geschichte ist natürlich respektvoll gemeint und soll nur den Unterschied zur irischen Version verdeutlichen – schließlich bin ich ja nur die deutsche Art gewöhnt, an anderen Menschen interessiert zu sein: nämlich stillschweigend und reserviert.

In Irland läuft das eher folgendermaßen ab: Eine junge Frau (ich) tritt aus der Haustür eines hübschen Hauses am Rande der Kleinstadt Greystones – auf dem Weg zur nächsten größeren Ortschaft Dun Laoghaire um sich dort auf einen Kaffee mit einer neuen Au-Pair-Freundin zu treffen. Ich lief also durch die Straßen, runter zur Hauptstraße und mein Interesse galt hauptsächlich dem Verkehr, der dort üblicherweise auf der „falschen“ Straßenseite unterwegs ist. Das erste Reifenquietschen vernahm ich nach dem fünften Haus, das ich passierte. Nachdem ich voller Erleichterung festgestellt hatte, dass ich noch lebte, sah ich, dass neben mir das Auto der Nachbarin zum Stehen gekommen war. Sie kurbelte die Scheibe herunter und fragte strahlend und voller Begeisterung wer ich denn sei, da sie mich nun schon zum zweiten Mal die Straße hinunterlaufen sah. Ich war völlig geschockt – wollte sie nicht erst einmal eine Weile über meine Identität spekulieren? Ich stellte mich freundlich vor und sie bot mir direkt einen lift (Mitfahrgelegenheit) zum Bahnhof an, den ich eigentlich auch zu Fuß erreichen könnte. Ich wollte ihr freundliches Angebot aber nicht ablehnen und nachdem wir den Bahnhof erreicht und wir uns noch ein wenig unterhalten hatten, lud sie mich auf eine Tasse Tee für das kommende Wochenende ein. Wow. Wie freundlich, oder? Eine Fremde hatte tatsächlich mit mir gesprochen.

„Mein rechter, rechter Platz ist frei“

Den nächsten Kontakt mit der typisch irischen Freundlichkeit machte ich im Zug. Die meisten Sitzplätze waren frei, sodass ich mir einfach den Platz neben dem Eingang aussuchte. Während der „richtige“ Sitzplatz in Deutschland derjenige zu sein scheint, der sich am weitesten von unseren Mitmenschen entfernt befindet (Menschen hetzen durch kilometerlange Züge um das letzte KOMPLETT freie Sitzabteil zu ergattern!), ist es in Irland eher so, dass man sich gerne zu anderen Menschen dazusetzt – schließlich hat man sonst gar niemanden zum Reden, wie mich der nette Herr ganz verwundert aufklärte, welcher sich sofort zu mir setzte. Eine weitere Dame gesellte sich zu uns und so gestaltete sich meine Zugfahrt nach Dun Laoghaire als sehr unterhaltsam und wirklich abwechslungsreich.

Endlich angekommen in einem kleinen Cafè direkt am Meer wusste ich gleich, dass meine neu gewonnene Au Pair-Freundin und ich auch kulinarisch noch einiges dazulernen würden: Wer hätte gedacht, dass ich auf einer Speisekarte jemals „Marshmallow-Reis-Toffee-Schokoladen-Biscuits“ finden würde?

Und ja – DAS ist völlig normal (aber zur Küche Irlands komme ich das nächste Mal).

Wie ich Mary Poppins, Albert Einstein und den kleinen Prinzen traf

Terminal 2, Frankfurter Flughafen – seither einer meiner absoluten Lieblingsorte auf der ganzen Welt. Dort stand ich nun – am Rande meines Abenteuers. Mein Traum vom Ausland war zum Greifen nah. In einer Hand hielt ich die Schatzkarte zum Glück, in der anderen meine sorgfältig gefaltete Regenjacke. Ok, zugegeben, die genannte Schatzkarte bezeichnen andere eventuell als Bordkarte – naja Karte ist Karte. Der Abschied von meiner Familie und Freunden fiel mir in der Tat nicht leicht und ich kann mich noch ziemlich genau an die Bauchschmerzen erinnern, die ich bekam als ich die Sicherheitskontrolle passierte, weil ich viel zu verkrampft den Tränensturm bekämpfte, der aus mir hervorzubrechen drohte. Tatsächlich, ich habe es sogar geschafft.

Ich war irgendwie nicht darauf vorbereitet, aber bereits im Flugzeug begann mein irisches Abenteuer. Die Stewards (ja, männlich) waren Iren! Ich muss sagen, ich fand es doch sehr amüsant, dass diese direkt das erste Klischee erfüllten: rote Haare. Wie schön Sicherheitseinweisungen doch sein können, wenn zwei zwergenähnliche Gestalten (ok, das war wohl etwas übertrieben) mit ihrem wunderbaren Akzent darum bitten: „Please fasten your seatbelt. The airplane is ready for take-off.“ („Bitte ziehen Sie Ihren Sicherheitsgurt fest. Das Flugzeug ist zum Start bereit.“) Unterhaltsam waren auch die irischen Geschäftsmänner, die ein paar Reihen vor mir Wetten auf Pferderennen abschlossen oder die zwei irischen Frauen, die sich über Kindererziehung unterhielten. Sie erwähnten dabei die Vornamen ihrer Kinder – in meinem ganzen Leben hatte ich noch nie solch kreative und wohl traditionelle Namen gehört. Ein Mann weiter hinten im Flugzeug sang ein Lied, dass er auf seinem Ipod, Ipad, Iphone oder einem ähnlichen portablen ‚I` laut abspielte – er sang auch die Instrumente mit.

Also, zu diesem Zeitpunkt – soweit man nur sechs Menschen schon statistisch erschließen kann – wusste ich schon folgendes über die Sorte Mensch, mit der ich die nächsten 10 Monate meines Lebens verbringen würde: rothaarige, eher kleinere, kinderliebende, pferdesportbegeisterte Zeitgenossen mit komischen Namen und einem Hang zu Musik und schrägem Humor. Klingt doch nach einer erlebnisreichen und unterhaltsamen Zeit, oder?

„Welcome to Ireland, Annika“

Als ich aus dem Flugzeug trat, überkam mich dann plötzlich Panik. In nur wenigen Minuten würde ich meine Gastfamilie treffen – die Menschen, mit denen ich in den nächsten Monaten so viel Zeit verbringen würde. Gastvater, Gastmutter und zwei kleine Kinder von 5 und 3 Jahren und ein Baby von 9 Monaten erwarteten mich. Ich folgte der Masse zur Gepäckausgabe. Mein Gepäck kommt in der Regel als letztes. Ein Glück, dann habe ich ja noch ein paar Minuten um mich ein wenig zu beruhigen, dachte ich mir. Das Gepäckband begann seine stetigen Runden zu drehen und ich verfolgte die Kreise mit meinen Augen. Eventuell hatte es ja eine hypnotische Wirkung auf mich, wer weiß. Das erste Gepäckstück platschte mehr oder weniger auf mein neu entwickeltes „Beruhigungsmittel“ – natürlich waren es meine beiden Koffer, die an diesem Tag zuerst den Weg ins Freie fanden. Trotzdem war ich eine der letzten Personen, die ihr Gepäck vom Band nahmen. Schließlich dreht sich das Ding ja nicht umsonst im Kreis – mein Gepäck würde schon nicht wieder in dem schwarzen Loch verschwinden, aus dem es gekommen war. Als ich dann aber feststellte, dass ich wohl etwas seltsam drein schaute, wie ich da so neurotisch mein Gepäck mit den Augen verfolgte, entschloss ich mich dazu – endlich – nach draußen zu gehen.

Natürlich war jegliche Aufregung völlig umsonst gewesen. Dort, wo viele Menschen von ihren Angehörigen mit einem Schild wie „Willkommen zu Hause“ oder aber von seltsam gekleideten Männern mit Schildern wie „Mr. Sukuromotolingutotoblablabla“ freundlich empfangen wurden, standen auch zwei kleine Kinder mit einem Schild für mich, … NUR für mich: „Welcome to Ireland, Annika“. Wie aufregend.

Endlich lernte ich drei kleine Engel kennen: „Mary Poppins“, „Albert Einstein“, und „Der kleine Prinz“ mitsamt ihrer Eltern lächelten mir voller Vorfreude entgegen und in dieser Sekunde wusste ich, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war – dort neben der Abfalltonne von McDonalds am Dubliner Flughafen in IRLAND.

Anders woanders

10 Monate, die mir bis heute in Erinnerung bleiben – die mich veränderten, mich prägten, mich inspirierten und einen Lebenstraum erfüllten. Ich habe Tag für Tag, Woche für Woche ein Tagebuch über mein Leben als „irre Irin“ geschrieben und möchte nun mein Werk a la „Ich bin dann mal weg“ auch für Euch zugänglich machen.

In der Hoffnung, ein wenig Inspiration, Wissen und Spass zu verbreiten soll das Ganze nicht nur in – irgendwie – therapeutischer Form mein ‚Fernweh‘ lindern sondern auch meine Freude über das ‚wieder da sein‘ in der Heimat verdeutlichen.

‚Fernweh‘ könnte mein zweiter Vorname sein. Nein, ‚Fernweh‘ ist mein zweiter Name – spräche man das Wort mit starkem irisch-englischen Akzent aus, könnte man es fast in die Kategorie „hässlichster Babyvorname des Jahres“ eingliedern. Egal. Jedenfalls begann alles mit diesem Wort. Als ich 12 oder 13 Jahre alt war sah ich es zum ersten Mal: „Mein Auslandstagebuch“ oder „Die Auswanderer“ – wohl einige der wenigen Sendungen im Fernsehen, die nicht die Probleme von schwangeren 12-jährigen Mädchen behandeln oder die Schufa-Einträge von Hartz4-Empfängern. Nein, gezeigt wurden echte Menschen, die einen wahnsinnig mutigen Schritt im Leben wagten – ins Ausland zu gehen. Keine 490 € ‚all-inclusive‘ Pauschalreise nach Mallorca. Diese Menschen auf dem Bildschirm gingen zumeist allein ganze neue Wege um ganz neue Erfahrungen für ihr Leben zu sammeln. Sie gingen dorthin wo Menschen anders ausahen, anders lebten, andere Ansichten hatten, andere Sitten und Bräuche lebten, anders dachten, sich anders kleideten, eine andere Hautfarbe hatten oder eine andere Sprache sprachen. DAS wollte ich auch.

Bewusst darüber, dass ich durch Schule, Ausbildung und wieder Schule in den nächsten Jahren von meinem Traum nur träumen konnte, verfolgte ich viele andere Dinge – doch mit dem Entschluss im Hinterkopf, dass ich ihn irgendwann zur Realität machen würde. Dann hatte ich plötzlich Schul- und Ausbildungsabschluss in der Tasche und ein Angebot auf eine feste Vollzeitstelle. Ich lehnte ab ohne mit der Wimper zu zucken. Es blieb keine Zeit zu verlieren – ab ins Ausland meinen Traum verwirklichen. Ziemlich schnell musste ich mich von Plänen wie „Work and Travel“ oder Freiwilligenarbeiten in Indien oder Afrika verabschieden. Leider muss man zahlen um heutzutage anderen Menschen helfen zu wollen. Eine andere Möglichkeit eröffnete sich mir und ich entschloss mich dazu als Au Pair in einer Gastfamilie zu wohnen und zu arbeiten. Irland sollte es sein und Irland wurde es.

Reisetagebuch, Inspiration, Erinnerung

In meinem Tagebuch schreibe ich von ganz persönlichen Erlebnissen, den kulturellen Unterschieden und neuen Erfahrungen, von großartigen Menschen und dem wunderschönsten (irischen) Akzent auf der Welt, vom anders sein woanders – erzählt auf lockere und lustige Art und Weise. Ich erzähle von einer kompletten Wendung, wie ich seitdem unter der leider noch nicht offiziell anerkannten Krankheit ‚Fernweh‘ leide und zum absoluten Weltenbummler geworden bin, die nun bereits vor ihrem 3. Au Pair-Abenteuer steht. Mein Tagebuch habe ich bisher mit nur wenigen Menschen geteilt, doch möchte ich mehr junge Menschen dazu ermutigen den Schritt ins Ausland zu wagen, Kultur mitzunehmen und vorallen Dingen Inspiration für das weitere Leben.